Internet World Business: "Social Media, ja ... aber wie?"
Facebook, StudiVZ, Twitter, Youtube, Foursquare oder Mister Wong die Anzahl an Social Media-Anwendungen sind ebenso riesig, wie die Werbemöglichkeiten die sich daraus für Unternehmen ergeben.
Althergebrachte „Unterbrecher“-Werbung funktioniert bei Social Media aber nicht. Unternehmen müssen sich somit neuer Formate bedienen die Kunden aktiv einbeziehen und zum Mitmachen anregen.
Media- und Werbe-Agenturen müssen auf diesen veränderten Beratungsbedarf reagieren. Denn nur wenige Kampagnen der vergangenen Jahre haben nicht, auf die eine oder andere Weise Social Media genutzt. Entsprechen boomt der Bereich Social Media in den Agenturen. Je nach Agentur werden aber andere Schwerpunkte gelegt und unterschiedliche Herangehensweisen entwickelt.
Für SapietNitro stellt Social Media nicht nur einen Kanal dar. So entwickelt die Agentur eine Social-Media Strategie, die die gesamte Kommunikation im Unternehmen berücksichtigt. Außerdem muss laut Marko Prislin, Director Creatives bei SapientNitro Deutschland, ein relevanter Mehrwert geschaffen werden. „Einfach nur eine Facebook-Seite aufzubauen, nur weil da auch der Kunde ist, hilft nichts. Vielmehr muss erst einmal überlegt werden, was ich erzählen will, welchen Mehrwert ich schaffen will und warum die Menschen auf die Seite gehen sollen“, erläutert Prislin.
In einem Punkt sind sich alle Agenturen einigen: Social Media ist keine „einmalige Angelegenheit“, sondern eine kontinuierliche Maßnahme. Um Social-Media-Aktionen langfristig zu begleiten, ist ein höherer Ressourceneinsatz nötig. Darüber müssen sich vor allem die Kunden bewusst werden.
Ein Beispiel, wie sich Social Media rechnet, ist die Kampagne „The best job in the world“ von SapientNitro. Das Tourismusamt Queensland suchte den „Island Caretaker“, der für ein halbes Jahr am Great Barrier Reef leben und arbeiten darf und dafür seine Erlebnisse in eine Blog festhalten soll. Nicht nur hat die Kampagne ein Vielfaches ihrer Kosten wieder eingespielt, „der PR-Effekt und der Austausch im Netz waren enorm. Teilweise wurden sogar Facebook-Seiten gebaut, mit denen wir gar nichts zu tun hatten.“ so Marko Prislin von SapientNitro.
Internet World Business 16/10 (02.08.2010)